EGO SUM NIGER ALBUS CITRINUS ET RUBEUS

Rosarium Philosophorum

 


— Die Wahrheit ist nur im Unbekannten. Hat man dies einmal klar verstanden, bleibt nichts mehr zu tun.

Sri Nisargadatta Maharaj




Das Projekt „Body Painting Trance Ritual Brevier“ oder"ich bin schwarz, weiss, gelb und rot" beginnt 1996 und endet 2010.

„Ich bin schwarz, weiss gelb und rot“ ist eine alte alchemistische Formel für das Opus magnum.  Die 4 Farben bezeichnen 4 Entwicklungsstufen im alchemistischen Prozess, bei dem die eigenschaftslose „prima materia“ und die auf sie übertragbaren und universell anwendbaren Prinzipien, auch oft „quinta essentia“ genannt, das eigentliche Forschungsgebiet der Alchemisten ist.

Die Ausstellung umfasst Werke von 1996-2010 und stellt gleichermassen einen langen Entwicklungsprozess wie auch eine Quintessenz aller Arbeiten dar. Der Entwicklungsprozess umfasst ebenfalls 4 Stufen, die auch in 4 Büchern („Body Painting Trance Ritual Brevier“) dargestellt werden.

Die Bilder und Texte der „schwarzen Stufe“ (1996-1998) befassen sich mit Träumen, Trancereisen und grundlegenden Lebenssituationen (prima materia), wie sie in den Grossen Arkana der Tarotkarten dargestellt werden.

Die Bilder und Texte der „weissen Stufe“ (2000-2001) zeigen die neun Enneagrammtypen und verstehen sich als ein Bewusstwerden und Wegwaschen (ablutio) von eingefahrenen Verhaltensmustern.

Die Bilder und Texte der „gelben Stufe“ (1999-2003) sind Darstellungen von unterschiedlichen Übergängen in andere Bewusstseinszustände wie „Kreativitätstechniken“, „Automatisches Schreiben“, „Schamanische Trommelreisen“, "Shapeshifting" und „Rückführungen“.

Die Bilder und Texte der „roten Stufe“ (2005-2010) sind Bilder einer Traumchronik. C.G. Jung schreibt dazu:.
"Sie scheinen unter sich zusammenzuhängen und in tieferem Sinn einem gemeinsamen Ziel untergeordnet zu sein, so daß eine lange Traumserie nicht mehr als ein sinnloses Aneinanderreihen inkohärenter und einmaliger Geschehnisse erscheint, sondern als ein wie in planvollen Stufen verlaufender Entwicklungs- und Ordnungsprozeß. Ich habe diesen in der Symbolik langer Traumserien sich ausdrückenden unbewußten Vorgang als Individuation bezeichnet."
Dieser tiefere Sinn drückt sich im Traum wie folgt aus: „Ich überlege mir, dass es eigentlich genügen würde, nur zu schauen, das ganze Leben lang nur schauen und sehen.“
Oder wie Sri Nisargadatta Maharaj es ausdrückt: — Die Wahrheit ist nur im Unbekannten. Hat man dies einmal klar verstanden, bleibt nichts mehr zu tun.